27.01.2026 Deutsche Milliardenförderung für grünen Wasserstoff aus Dänemark
Grüner Wasserstoff, gewonnen aus Wind- oder Sonnenenergie, wird für die Energiewende und Klimaschutz dringend gebraucht. Die Industrie benötigt ihn für wärmeintensive Prozesse, die im Moment noch mit Erdgas laufen. Mit Wasserstoff lässt sich auch Strom in Dunkelflauten produzieren, wenn also Wind und Sonne nicht genug Energie liefern.
Die Zeit drängt. Grüner Wasserstoff ist bisher kaum verfügbar. Dabei gilt er als Schlüssel, damit Deutschland bis 2045 klimaneutral wird.
Die Stadtwerke in Kiel und Flensburg planen ihn fest ein, um bereits 2035 kein CO2 mehr zu emittieren. Dabei sind viele Fragen offen.
So ist für Kiel bisher gar kein Anschluss an das Wasserstoff-Kernnetz vorgesehen. Die Stadtwerke seien dazu in Gesprächen mit der Landesregierung, teilt ein Sprecher mit.
Die deutsche Stahlindustrie habe bereits Nachfrage nach Wasserstoff signalisiert, berichtet das dänische Außenministerium. Die Ausschreibung der bezuschussten Kontingente hat bereits begonnen.
Interessenten sagen dabei, wie viel Zuschuss sie benötigen – wer am wenigsten Förderung braucht, bekommt den Zuschlag.
Quelle:ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/deutsche-milliardenfoerderung-fuer-gruenen-wasserstoff-aus-daenemark,wasserstoff-214.html
06.02.2026 Nach Pleiten und Stilllegungen – Bund pumpt 220 Millionen in Wasserstoff-Lkw und Tankstellen
Der Bund legt eine neue Förderung für Wasserstoff-Tankstellen und Wasserstoff-Lkw auf. Dafür stehen 220 Mio. € bereit. Das Programm soll bis zu 40 Stationen sowie bis zu 400 Lkw anschieben.
Gleichzeitig zeigt die Praxis in Deutschland ein anderes Bild, denn etliche Vorhaben kippten wegen fehlender Wirtschaftlichkeit. Viele Wasserstoff-Tankstellen wurden bereits geschlossen und anschließend zurückgebaut.
Ein besonders sichtbares Beispiel liefert „H2 MOBILITY Deutschland“, der zentrale Betreiber vieler öffentlicher „H2“-Tankstellen.
Das Unternehmen kündigte im September 2024 die Schließung mehrerer 700-bar-Stationen zum 31.12.2024 an, darunter Stuttgart, Kamen, Brunsbüttel, Fellbach, Erfurt und Pforzheim. Damit verschwindet Infrastruktur, die jahrelang als Grundpfeiler des Hochlaufs galt.
Im März 2025 folgte die nächste Welle, denn laut Branchenberichten sollten bis Ende Juni 2025 insgesamt 22 Stationen dauerhaft schließen. Begründet wurde das mit fehlender technischer und wirtschaftlicher Passung der bisherigen Standorte und das trifft den Betrieb direkt.
Außerdem betont der Betreiber selbst, dass nach Schließungen der Rückbau erfolgt, also nicht nur eine Pause entsteht.
Wichtig ist dabei die Finanzierung, denn ein erheblicher Teil der Wasserstoff-Mobilität in Deutschland entstand mit öffentlichen Mitteln.
„H2“ nennt ausdrücklich Förderungen durch das Bundesverkehrsministerium im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie sowie EU-Programme.
Damit floss Steuergeld in Aufbau und Betrieb. Ein Rückbau macht diese Investitionen nicht „wieder frei“.
Der Staat finanziert Anschub und Infrastruktur, jedoch bleibt am Ende ein geschrumpftes Netz. Wenn Anlagen abgebaut werden, dann ist das investierte Geld faktisch verloren, weil die öffentliche Hand keine werthaltige Infrastruktur mehr erhält.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/nach-pleiten-und-stilllegungen-bund-pumpt-220-millionen-in-wasserstoff-lkw-und-tankstellen