26.01.2026 EU beschließt endgültig Verzicht auf Russland-Gas
Die EU-Staaten haben den vollständigen Importstopp von Gas aus Russland bis spätestens Ende 2027 endgültig beschlossen. Demnach soll die Einfuhr von russischem Gas über Pipelines schrittweise und ab spätestens 01.11.2027 komplett eingestellt werden, inklusive langfristiger Verträge.
24 der 27 EU-Staaten stimmten in Brüssel für eine entsprechende Verordnung [dagegen stimmten u.a. Ungarn und die Slowakei], somit wurde die notwendige Mehrheit erreicht. Unterhändler der Mitgliedsstaaten und des Europaparlaments hatten im Dezember die Verordnung ausgehandelt, die nun final bestätigt wurde. Die Abgeordneten des EU-Parlaments gaben bereits grünes Licht.
Einer Analyse der EU-Kommission zufolge bedeutet der Komplettverzicht auf russisches Gas kein Risiko für die Versorgungssicherheit. Auf dem Weltmarkt gebe es genügend andere Anbieter, hieß es im vergangenen Jahr aus Brüssel.
Verbraucher müssten sich demnach keine großen Sorgen über steigende Gaspreise machen. Die Kommission hatte den nun beschlossenen Einfuhrstopp vorgeschlagen.
Quelle: handelsblatt.com/dpa/energie-eu-beschliesst-endgueltig-verzicht-auf-russland-gas/100194736.html
26.01.2026 Massiver Wintersturm gefährdet LNG-Versorgung für Europa
Die Gasversorgung Deutschlands gerät unter Druck – und das mitten im Winter und bei ohnehin schon extrem niedrigen Gasspeicherständen. Der aktuell in weiten Teilen der Vereinigten Staaten wütende Wintersturm beeinträchtigt nämlich nicht nur den dortigen Flugverkehr, sondern auch die Erdgasproduktion.
US-Energieminister Chris Wright hat den Kraftwerksbetreibern bereits einen Freifahrtschein ausgestellt, die bundesstaatlichen Umweltauflagen ignorieren zu dürfen, um die Versorgung der Bevölkerung mit Strom sicherzustellen.
Während die Inlandsversorgung in den Vereinigten Staaten unter dieser Wetterlage leidet und die Preise in die Höhe schießen, dürfte dies auch zu Verzögerungen bei den Flüssiggaslieferungen nach Deutschland und Europa führen.
Quelle: report24.news/massiver-wintersturm-gefaehrdet-lng-versorgung-fuer-europa
26.01.2026 Uniper warnt vor Gasknappheit: Versorgungssicherheit nicht garantiert
Das staatliche Energieunternehmen Uniper hat alarmiert: Die Versorgungssicherheit mit Erdgas in Deutschland ist derzeit nicht garantiert. Gasspeicher sind bundesweit nur noch zu 37 Prozent gefüllt, viele unter der kritischen Marke von 20 Prozent.
Uniper erklärte, die Versorgung sei aktuell gewährleistet, Rationierungen könnten jedoch bald drohen. Schon im Februar könnte Gas knapp werden, Preise explodieren oder die Industrie abgeschaltet werden – Haushalte und Kliniken haben Vorrang.
Quelle: apolut.net/uniper-warnt-vor-gasknappheit-versorgungssicherheit-nicht-garantiert/

Quelle: energiedashboard.admin.ch
22.01.2026 Bundesnetzagentur: Kein Grund zur Panik
Grund zur Sorge oder gar Panik gebe es aktuell nicht, sagt der Chef der „Bundesnetzagentur“, Klaus Müller, gegenüber „ZDFheute“. Anders als vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine sei man längst nicht mehr nur von dem Gas abhängig, das in den Speichern lagert.
Vor 2022 lagerte nicht nur Gas in den Speichern, sondern es wurde regelmäßig günstiges(!) russisches Gas durch die Pipelines geliefert.
An Nord- und Ostsee würden die vier LNG-Terminals regelmäßig und stabil beliefert.
~ siehe oben ~
Neben dem Flüssigerdgas aus diesen Terminals komme zuverlässig auch Gas aus Norwegen, den Niederlanden oder Belgien.
Mag sein, aber die Frage ist doch, wie viel Gas diese Ländern exportieren, wenn die das wegen der Kälte selbst brauchen.
Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender EWE Oldenburg, plädiert deshalb für eine nationale Gasreserve nach dem Vorbild einer nationalen Ölreserve. Die wirke wie eine Versicherung.
Ja, die kostet auch Geld, aber gleichzeitig schafft es Sicherheit, nach dem Modell Feuerwehr: es ist gut sie zu haben, auch wenn man sie nicht oft braucht.
Immer wieder faszinierend, wie Gutverdiener über das Geld anderer Leute verfügen (wollen).
Die Bundesnetzagentur sei sich der aktuellen Situation bewusst, sagt Klaus Müller. Es sei „immer richtig zu fragen, ob man noch mehr tun“ könne.
Das müsse man aber nicht mit Panik, sondern mit „klarer Ernsthaftigkeit und mit guter Transparenz“ tun.
Quelle: zdfheute.de/wirtschaft/gasspeicher-fuellstand-deutschland-bundesnetzagentur-100.html
27.01.2026 Füllstand bei 19 Prozent: Jetzt droht die dauerhafte Stilllegung von Deutschlands drittgrößtem Gasspeicher
Der Porenspeicher im bayerischen Breitbrunn ist der drittgrößte Gasspeicher in Deutschland und der größte in Bayern. Von 11,5 möglichen Terawattstunden (TWh) Erdgas sind dort nur noch 2,2 TWh vorhanden. Und der Betreiber, das verstaatlichte Energieunternehmen „Uniper“, plant jetzt sogar, den Speicher ganz stillzulegen.
Laut Gasspeicherfüllstandsverordnung müsste der Speicher am 01.02. eigentlich zu 40% gefüllt sein. Mit rund 19% ist der Standort von dieser rechtlichen Vorgabe, die extra für die bayerischen Standorte eingeführt wurde, weit entfernt.
„Wir können den Speicher in Breitbrunn nicht wirtschaftlich betreiben“, sagte eine Uniper-Sprecherin den Nürnberger Nachrichten.
Die Marge dieser und weiterer Anlagen sei nur noch sehr klein oder sogar negativ. Daher hat Uniper die Stilllegung zum 31.03.2027 beantragt.
Einen Winter lang soll der Speicher also noch genutzt werden, dann ist voraussichtlich Schluss in Breitbrunn.
Quelle: apollo-news.net/fllstand-bei-19-prozent-jetzt-droht-die-dauerhafte-stilllegung-von-deutschlands-drittgrtem-gasspeicher

Die nächsten 14 Tage soll es kalt bleiben. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 0,65% pro Tag vom 13.01.2026 bis 25.01.2026 und einem Füllstand von 36,8% (25.01.2026) könnte das die nächsten Wochen durchaus spannend werden.
#JustMy2Cent
Ab einem Füllstand von 20% tritt die Gasmangellage ein. Dann werden große Verbraucher wie Schwimmbäder, gegebenenfalls auch Industrieanlagen, vom Netz genommen.
Quelle: fnp.de/frankfurt/sich-rasant-mangellage-wird-wahrscheinlicher-die-gasspeicher-leeren-94132080.html