09.01.2026 Deutschlands Gasspeicher halb leer – Merz-Regierung rückt von der Vorsorge ab
Eine Sprecherin des Energiekonzerns Uniper warnt: „Die Versorgungssicherheit ist derzeit gewährleistet, aber nicht garantiert.“
Sollten die Temperaturen länger niedrig bleiben oder es zu geopolitischen Störungen kommen, könnten Versorger gezwungen sein, kurzfristig teure Gasmengen am Spotmarkt zu beschaffen.
Während Versorger warnen, winkt die Aufsicht ab. Aus Sicht der „Bundesnetzagentur“ gibt der geringe Füllstand der deutschen Gasspeicher keinen akuten Grund zur Sorge.
„Der Gasspeicherfüllstand ist ein wichtiger Indikator für zusätzlich verfügbare Versorgungsabsicherungen, jedoch ist er nicht allein relevant“, teilt eine Sprecherin der Behörde mit. Deutschland verfüge „über ausreichende Import- und Speichermöglichkeiten“, sagt sie.
Händler und Lieferanten könnten außerdem bei Bedarf zusätzliches Gas beschaffen. „Die Versorgungssicherheit ist vor diesem Hintergrund gewährleistet.“
Auch die Bundesregierung reagiert gelassen auf die historisch schlechten Füllstände in den deutschen Gasspeichern.
„Anders als in den Vorjahren stehen uns schwimmende LNG-Terminals für die Versorgung zur Verfügung“, betont eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums.
Durch diese LNG-Infrastruktur sowie durch die Hauptversorgung mit norwegischem Pipelinegas seien die notwendigen Importe nach Deutschland gesichert.
„Die Flexibilität der LNG-Importe reduziert den Speicherbedarf zusätzlich“, so die Sprecherin. Zur Sicherstellung der Gasversorgung hätten die Gasspeicher daher „relativ gesehen an Attraktivität verloren“.
Quelle: berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/gasspeicher-halb-leer-merz-regierung-rueckt-von-der-vorsorge-ab-li.10013374