21.03.2026 „Redispatch“-Kosten steigen: Deutschlands Stromnetz wird immer abhängiger vom Atomstrom der Nachbarländer
Deutschlands Netzstabilität liegt immer mehr in den Händen Frankreichs und dessen Atomstrom:
Nach Daten der Bundesnetzagentur stützt sich die deutsche Stromversorgung zur Sicherung der Netzstabilität zunehmend auf Kernkraftkapazitäten aus dem europäischen Ausland. Insbesondere Frankreich spielt dabei eine zentrale Rolle beim sogenannten Engpassmanagement.
„Auf Grundlage der von den Netzbetreibern an die Bundesnetzagentur übermittelten Daten belief sich das Volumen der Redispatch-Maßnahmen mit ausländischen Kernkraftwerken im Zeitraum von Januar bis September 2025 auf rund 77 Gigawattstunden“, heißt es dazu von der Bundesnetzagentur.
Weiter erklärte man: „Im entsprechenden Vorjahreszeitraum lag das Volumen bei etwa 69 GWh, was einem Anstieg von rund 11,6% entspricht.“
Deutschland agiert seit der Abschaltung der letzten eigenen Kernkraftwerke im Jahr 2023 als Nettoimporteur.
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt mehr als 60.000 GWh Strom aus dem Ausland bezogen. Frankreich ist Hauptlieferant mit ca. 9.500 GWh. Mit 14.331 GWh bildete die Kernenergie die wichtigste Importquelle.
Quelle: apollo-news.net/redispatch-kosten-steigen-deutschlands-stromnetz-wird-immer-abhngiger-vom-atomstrom-der-nachbarlnder
Dazu die Zahlen für das 3. Quartal 2025:
16.01.2026 Netzengpassmanagement in Q3/2025: Volumen und Kosten gestiegen
Das gesamte Maßnahmenvolumen für Netzengpassmanagement (Redispatchmaßnahmen mit Markt- und Netzreservekraftwerken sowie Countertrading) stieg von 5.266 GWh in Q3 2024 auf 5.650 GWh in Q3 2025.
Die vorläufigen Gesamtkosten betrugen rund 667 Mio. € und sind ebenfalls höher als in Q3 2024 (Q3 2024: 608 Mio. €).
Quelle: smard.de/page/home/topic-article/444/219200/volumen-und-kosten-gestiegen
Und damit auf dieser Bundesbehördenseite auch alles schön intransparent bleibt, gib es keine Möglichkeit, nach Zahlen anderer Quartale oder Jahre zu suchen. Das funktioniert nur in beschränktem Umfang über eine Internetsuche.

Auch Kernkraft-„Experten“ in meinem Umfeld erklären mir gerne (meistens ungefragt) mit ernster Miene und Grabesstimme, warum Atomkraftwerk allgemein und im Speziellen des Teufels sind. In diesem Zusammenhang finde ich ein „Argument“ immer besonders beeindruckend:
Frankreich würden seine Atomkraftwerke „in irgendeinem heißen Sommer wegen Niedrigwasser ganz bestimmt um die Ohren fliegen“.
Das ist einer der vielen Momente, bei denen ich inzwischen nur noch mit den Achseln zucke und das Thema wechsle.
Aber das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.
21.03.2026 Wind- und Solarenergie: 435 Millionen zahlt Deutschland für Strom, der nie ins Netz kommt
Wegen Überproduktionen im Stromnetz mussten Betreiber von Wind- und Solaranlagen in Deutschland auch im vergangenen Jahr ihre Anlagen zeitweise abschalten.
Dafür erhielten sie laut Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums rund 435 Mio. € Entschädigung. Die Summe ist rückläufig: Im Vergleich zum Vorjahr sank sie um etwa 120 Mio. €.
Dennoch gibt Deutschland fast eine halbe Milliarde aus, weil Wind- und Sonnenenergie unbeständig liefern.
Quelle: apollo-news.net/wind-und-solarenergie-435-millionen-zahlt-deutschland-fr-strom-der-nie-ins-netz-kommt