10.02.2026 Regierung Macron will VPN-Verbot
Einst ein Nischenwerkzeug für IT-Fachleute, sind VPNs mittlerweile zu einem gängigen Mittel zum Schutz der Privatsphäre geworden.
Sie verschlüsseln den Datenverkehr der Nutzer und leiten ihn über Remote-Server um, wodurch ihre wahre Identität und ihr Standort verschleiert werden.
In Frankreich könnte eines der ältesten Datenschutztools im Internet bald in den Mittelpunkt einer nationalen politischen Debatte rücken.
Wochen nachdem der Gesetzgeber einen Gesetzentwurf verabschiedet hatte, der den Zugang zu sozialen Medien für alle unter 15 Jahren sperrt, signalisierte die französische Regierung, dass virtuelle private Netzwerke als nächstes auf ihrer Regulierungsagenda stehen könnten.
Die Folgen wären unmittelbar und gravierend: Unternehmen müssten ihre Mitarbeiter in die Büros zurückholen.
Ein Verbot würde Studenten daran hindern, Kursarbeiten aus der Ferne zu erledigen, Lehrer daran hindern, von zuhause auf Benotungsportale oder akademische Daten zuzugreifen, und es den IT-Teams der Hochschulen extrem erschweren, die Sicherheit aufrechtzuerhalten.
Nutzer, die zwischen Ländern reisen, sind auf VPNs angewiesen, um sicher auf ihre Dienste zu Hause, ihre Bankkonten und ihre private Kommunikation zugreifen zu können.
Journalisten, Freiberufler, Berater, Mediziner und Rechtsexperten – also alle, die häufig zwischen Kundenstandorten wechseln – wären nicht in der Lage, sich sicher mit ihren eigenen Dateien oder vertraulichen Portalen zu verbinden.
Aus rein technischer Sicht verursachen Versuche, VPNs einzuschränken, Probleme, die viel größer sind als diejenigen, die sie angeblich beheben sollen.
Quelle: tkp.at/2026/02/10/regierung-macron-will-vpn-verbot