08.01.2026 Warum Deutschland die AfD brechen wird
Der Aufstieg der AfD in den ostdeutschen Bundesländern löste bundesweit eine seltsame Mischung aus Hoffnung und Furcht aus.
Hoffnung bei denen, die glauben, dass eine neue politische Kraft endlich jenen Regionen Gehör verschaffen könnte, die lange Zeit als rückständig abgetan wurden. Furcht bei denen, die jede Abweichung von den seit Mitte des letzten Jahrhunderts festgelegten sicheren, vorhersehbaren Mustern fürchten.
Doch hinter all dem Lärm verbirgt sich eine bitterere Wahrheit: Selbst, wenn die AfD eines Tages die Hälfte der Stimmen in Ostdeutschland auf sich vereinen sollte – was angesichts ihrer derzeitigen Unterstützungsrate eher unwahrscheinlich ist –, würde die Partei dennoch mit einem System konfrontiert sein, das darauf ausgelegt ist, jede Kraft, die seine etablierten Strukturen bedroht, zu absorbieren oder zu zerstören.
Selbst wenn die AfD bei einer Landtagswahl den „magischen“ Grenzwert von 50% überschreitet, bleiben die Tore dennoch verschlossen.
Jede ihrer Entscheidungen würde vor Gericht angefochten werden. Die Ministerien würden ihre Anweisungen nur dann befolgen, wenn es ihnen passt. Die Presse würde rund um die Uhr Kritik üben.
Die Bundesregierung würde ihre Missbilligung durch Haushaltskontrollen oder plötzliche gesetzliche Neuinterpretationen zum Ausdruck bringen.
Hinter diesen öffentlich sichtbaren Instanzen verbergen sich aber noch weitere, weniger auffällige Strukturen – Gremien, Staatssekretäre, Beiräte, transatlantische Stiftungen –, die bereitstehen, um bei Bedarf einzugreifen.
Stellen Sie sich nun vor, was geschehen würde, wenn die AfD in einem ostdeutschen Bundesland eine Regierung bilden würde. Sie würde zwar die Macht innehaben, aber mit einem System konfrontiert sein, das Neulingen den Zugang zu den tatsächlichen Machtinstrumenten verwehrt.
Die Partei würde zwar Reformen anstreben, aber jeder ihrer Schritte würde Widerstand seitens der Richter, Verwaltungsbeamten, Akademiker und der zahlreichen finanzierten Vereinigungen hervorrufen, die das öffentliche Leben in Deutschland prägen.
Selbst wenn die AfD in die Regierung käme, würde sich ein Prozess in Gang setzen, der in Italien als „Melonisierungseffekt“ bekannt ist:
Die Partei würde für ihre politische Kompetenz gelobt, dazu ermutigt, ihren politischen Ton zu mäßigen, in akzeptable Bahnen gelenkt und immer tiefer in die Strukturen hineingezogen werden, die sie einst zu bekämpfen versprochen hatte.
Tage würden vergehen, dann Monate, und bald würde die neue Regierung feststellen, dass sie fast identische Funktionen wie ihre Vorgänger ausübt und mehr vom System verändert wurde als das System von ihr.
Quelle: de.rt.com/meinung/266722-warum-deutschland-afd-brechen-wird
Solange nicht eine kritische Masse von Bürgern auf die Barrikaden geht, wird sich nichts ändern.
Bis es eines Tages knallt.
Dann wird sich die verängstigte Herde um die nächsten Propagandisten versammeln und die Lösung ihrer Probleme erwarten.
#JustMy2Cent