06.01.2026 EU- und US-Giganten entlarven die Papier-Illusion
Über Jahrzehnte hinweg war die globale Preisbildung für Edelmetalle in London verankert – unter dem Dach der „London Bullion Market Association“. Dieses System stützt sich stark auf nicht zugeteiltes Metall, hohe Hebelwirkung und Papieransprüche, die das verfügbare physische Angebot um ein Vielfaches übersteigen.
Shanghai funktioniert nach einem grundlegend anderen Prinzip. An der „Shanghai Gold Exchange“ werden Edelmetalle auf physischer Basis gehandelt. Abwicklung bedeutet Lieferung. Das Metall wird gewogen, registriert, übertragen – oder vollständig aus dem System abgezogen.
Dieser Unterschied ist nicht philosophischer Natur. Er definiert den Unterschied zwischen einem Anspruch auf Metall und dem Metall selbst.
Papiermärkte funktionieren reibungslos – bis sie auf die Probe gestellt werden. Steigt die physische Nachfrage und verknappt sich das Angebot, offenbaren Papierversprechungen ihre Schwäche: das Gegenparteirisiko.
Wenn Metall knapp wird, übernimmt der Markt die Preisfindung, der in Unzen abrechnet – nicht in Kontrakten.
Institutionen, die nahe an den physischen Metallströmen operieren, haben diese Dynamik lange erkannt, bevor sie öffentlich diskutiert wurde.
Diese Spannung wird zunehmend im Silbermarkt sichtbar, wo sich anhaltende Preisunterschiede zwischen westlichen Papierbenchmarks und asiatischen physischen Märkten herausgebildet haben.
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Gold und Silber steigen nicht im Wert, die Währungen verlieren an Wert.
Dass sich westliche Institutionen (Auflistung am Ende des Goldseiten-Artikels) heimlich, still und leise damit eindecken, spricht zusätzlich für eine kommende Finanzkrise.
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