Mit Siebenmeilenstiefel in die Planwirtschaft

28.05.2026 Produzieren, wenn der Wind weht: Bundesnetzagentur will, dass sich die Industrie nach dem Wetter richtet
 
Nicht nur die schwankende Erzeugung beeinflusst die Stromkosten. Die dezentrale und stark schwankende Einspeisung aus Wind- und Solaranlagen stellt das deutsche Stromnetz vor erhebliche Herausforderungen.
 
Sind Wind und Sonne im Übermaß vorhanden, müssen Anlagen abgeregelt werden, um das Netz vor Überlastung zu schützen. Die Kosten dieser Eingriffe bei Über- oder Untererzeugung sowie der enorm teure, energiewendegerechte Ausbau der Stromnetze spiegeln sich in den Netzentgelten wider und belasten den Industriestandort Deutschland erheblich.
 
Statt aus dieser zur Gewohnheit gewordenen Dauerkrise zu lernen und eine Energiepolitik zu verfolgen, die das Stromnetz durch gesicherte Leistung aus Atomkraft und fossilen Kraftwerken entlastet, dürfte sich das Problem auf absehbare Zeit weiter verschärfen.
 
Denn die Bundesnetzagentur arbeitet derzeit an einer neuen Netzentgeltsystematik, die die Industrie dazu bringen soll, sich noch stärker an die Netzengpässe und damit an wetterabhängige Schwankungen des Stromangebots anzupassen.
 
Die Idee ist, dass stromintensive Produktionsprozesse nach dem Wetter ausgerichtet werden sollen.
 
Am 27.05.2026 stellte seine Behörde ihren „vorläufigen Zwischenstand zur Reform der Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes)“ vor.

 
Quelle: apollo-news.net/produzieren-wenn-der-wind-weht-bundesnetzagentur-will-dass-sich-die-industrie-nach-dem-wetter-richtet
 

27.05.2026 Präsident Müller: „Machen Netzentgelte fit für die Herausforderungen der Energiewende“
 
„Die Systematik der Netzentgelte wird der Energieversorgung der Gegenwart und Zukunft nicht mehr gerecht. Mit einer neuen Netzentgeltsystematik wollen wir die Kosteneffizienz stärken und eine faire Verteilung der Belastungen erreichen.
 
Unsere Ziele: Kosten da veranschlagen, wo sie entstehen. Knappe Kapazitäten mit einem Preis versehen. Engpassmanagementkosten vermeiden. Flexibilität unterstützen und den Netzausbau dämpfen(?).
 
Den Vertrauensschutz gewichten wir höher als in unseren bisherigen Vorschlägen“, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.
 
„Wer seinen Strom selbst erzeugt, trägt bisher weniger zur Finanzierung des Netzes bei. Aber auch er verlässt sich auf das Netz, wenn die Sonne nicht scheint und der Speicher leer ist.
 
Wir wollen Stromerzeuger deswegen ein wenig stärker an den Kosten beteiligen. Das ist ein Gebot der Fairness. Sonst würden zunehmend nur Verbraucher ohne eigene Erzeugung die steigenden Kosten tragen“, sagt Klaus Müller.
Quelle: bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/20260527_Agnes.html

 

31.12.2025 Stand der Genehmigungsverfahren der Bundesnetzagentur
 
Damit das deutsche Übertragungs­netz den Anforderungen der Energiewende gerecht wird, muss es umfang­reich ausgebaut werden.
 
Die Bundes­netz­agentur gibt hier einen knappen Überblick zum aktuellen Stand und zu den erwarteten Fortschritten der Genehmigungs­verfahren beim Stromnetz­ausbau in eigener Zuständigkeit.
 
Insgesamt beläuft sich der Bedarf beim Netzausbau auf rund 16.800 km Höchst­spannungs­leitungen. Die Bundes­netz­agentur ist für etwa 9.600 km davon zuständig.
 
Davon sind bislang für 4.668 km Leitungen die Verfahren voll­ständig abgeschlossen.
 
Mit der Genehmigung einer Leitung (Planfeststellungs­beschluss) wird der genaue Verlauf einer Leitung fest­gelegt und der zuständige Netzbetreiber darf mit den Bau­maßnahmen beginnen.
Quelle: netzausbau.de/Daten/prognose/de.html

 

Das wird noch lustig. Richtig lustig!
 
#JustMy2Cent

 

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