11.01.2026 CO₂-Abgabe 2025: Staat kassiert 21,4 Milliarden Euro – Geringverdiener tragen die Hauptlast
2025 nahm der Bund mit CO₂-Zertifikaten 21,4Mrd. € ein, doch die Belastung verteilt sich nicht fair. Denn die CO₂-Kosten fließen in fast alle Preise, weil Produktion, Transport und Lagerung Energie brauchen.
Gleichzeitig profitieren einkommensstärkere Haushalte häufiger von Förderungen für Elektroautos, Gebäudesanierung, Solaranlagen, Speicher und Heizungstausch.
Geringverdiener tragen dagegen die Teuerung vollumfänglich im Alltag, denn sie können kaum von den Förderungen profitieren.
Das bei der Einführung der CO₂-Abgabe versprochene Klimageld sollte diese Schieflage ausgleichen, doch es wurde bis heute nicht ausgezahlt und bleibt politisch auch künftig außen vor.
Die CO₂-Abgabe wirkt nicht nur beim Tanken und Heizen, sondern sie läuft durch die gesamte Wertschöpfungskette. Denn Speditionen kalkulieren höhere Sprit- und Energiekosten ein, und Hersteller brauchen Strom sowie Prozesswärme.
Außerdem verteuern Kühlung, Lagerhallen und Filialbetrieb viele Produkte, sodass die Abgabe als stiller Aufschlag im Supermarkt und beim Handwerker ankommt.
Hinzu kommt der Preisimpuls aus dem „ETS-1“, also dem Emissionshandel für Industrie und Kraftwerke. Diese Unternehmen kaufen Zertifikate und sie geben die Kosten über Strom- und Produktpreise weiter.
Dadurch zahlen Haushalte indirekt mit, obwohl sie keinen eigenen „CO₂-Posten“ sehen. Folglich entsteht eine breite Preiswelle, die den Grundbedarf besonders empfindlich trifft.
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