„Der vermeintliche Sicherheitsschlüssel selbst wird zum Angriffspunkt“

18.08.2026 Super-GAU in Belgien zeigt die Gefahr der digitalen ID: Was passiert erst, wenn sie zum Alltagsschlüssel wird?
 
Mehr als zwei Millionen Menschen, acht der zehn größten belgischen Banken und über 60 staatliche Stellen nutzten die „Connective Signing Extension“ von „Nitro Software Belgium“. Die Software verbindet Webseiten mit der belgischen elektronischen Identitätskarte und ermöglicht unter anderem rechtsverbindliche digitale Unterschriften.
 
Nun stellten Sicherheitsforscher auf der „DEF CON“ gravierende Schwachstellen vor.
 
Das zentrale Problem war geradezu erschreckend: Die Software überprüfte nicht ausreichend, welche Webseite überhaupt mit der eID-Anwendung auf dem Computer kommunizieren durfte. Dadurch konnte laut den Forschern grundsätzlich auch eine bösartige Webseite oder ein eingebettetes Element auf sensible Funktionen zugreifen.
 
Die möglichen Folgen hatten es in sich: Namen, Adressen, nationale Registernummern und Fotos konnten ausgelesen werden. Angreifer konnten Nutzer zur Eingabe ihrer eID-PIN verleiten und unter bestimmten Voraussetzungen sogar Schadcode auf dem Computer ausführen.
 
Doch noch brisanter ist ein anderer Punkt.
 
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