06.04.2026 Das preußische Betriebssystem: Warum Deutschlands Verwaltung trotz Milliardenkosten kollabiert
Ich kenne diesen Apparat von innen. Ich war Beamter, dann Tarifbeschäftigter, habe bei einem kommunalen IT-Dienstleister gearbeitet und berate heute als Unternehmer öffentliche Verwaltungen.
Über 2000 Behörden, auf allen Ebenen. Und ich sage das, was viele denken, aber niemand öffentlich ausspricht: Das Problem des öffentlichen Dienstes ist nicht das Geld. Es sind die Strukturen. Solange wir nur über Gehälter reden, wird sich daran nichts ändern.
Was das konkret bedeutet, zeigt der jüngste Tarifabschluss. 5,8% mehr über 27 Monate für die Beschäftigten der Länder. „Verdi“ sprach von einem Erfolg. Der Beamtenbund nannte es einen „tragfähigen Kompromiss“.
Aber bevor wir über Prozente reden, müssen wir über das System reden, in das sie fließen.
5,4 Millionen Menschen arbeiten im deutschen öffentlichen Dienst. Knapp 12% aller Erwerbstätigen.
Allein im vergangenen Jahr kamen fast 96.000 Beschäftigte hinzu. Deutschland baut seinen Staat nicht um. Es baut ihn auf. Immer größer, immer teurer, ohne jemals die Frage zu stellen, ob die Arbeit überhaupt noch so organisiert werden muss.
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