Demnächst unter Garantie auch in diesem Theater

21.01.2026 Kein Ausweis, kein Account: Australiens große digitale Säuberung
 
Das Gesetz, das am 10.12.2025 in Kraft trat, verpflichtet zehn große Online-Plattformen – darunter „Facebook“, „Instagram“, „TikTok“, „Snapchat“, „Reddit“, „X-Twitter“ und „Twitch“ – das Alter der Nutzer mithilfe eines staatlich ausgestellten Ausweises zu verifizieren oder Strafen von bis zu 49,5 Mio. AUD (33 Mio. USD) zu riskieren.
 
Während die Maßnahme als Schutz für Minderjährige dargestellt wird, etabliert sie faktisch ein digitales ID-System für die Teilnahme an sozialen Medien.
 
Nutzer, die sich weigern, Identifikations- oder biometrische Daten bereitzustellen, verlieren den Zugang – ebenso wie ihre Konten samt aller Fotos, Nachrichten und gespeicherten Informationen.
 
„Meta“ gab in einem Medium-Beitrag bekannt, dass fast 550.000 Konten gelöscht wurden, die möglicherweise Nutzern unter 16 Jahren gehörten.
 
Die Gesamtzahl umfasst rund 330.000 „Instagram“-Profile, 173.000 „Facebook“-Konten und 40.000 auf „Threads“.
 
Das Unternehmen schrieb: „Die fortlaufende Einhaltung des Gesetzes wird ein mehrschichtiger Prozess sein, den wir weiter verfeinern werden, auch wenn unsere Bedenken hinsichtlich der Altersbestimmung im Internet ohne einen branchenweiten Standard bestehen bleiben.“
 
Die Löschung von Hunderttausenden Konten in so kurzer Zeit verdeutlicht, wie schnell ein staatlicher Erlass das Online-Verhalten verändern kann. Sie zeigt auch, wie leicht der Zugang zu jahrelang angesammelten persönlichen Daten verschwinden kann, sobald Identifizierung zur Voraussetzung für die Teilnahme wird.
 
Indem der Zugang an eine verifizierte Identität geknüpft wird, verwandelt die Politik soziale Medien in ein kontrolliertes Umfeld, in dem Anonymität und offener Diskurs schwerer aufrechtzuerhalten sind.

 
Quelle: uncutnews.ch/kein-ausweis-kein-account-australiens-grosse-digitale-saeuberung
 

22.01.2026 Britisches Oberhaus votiert für Social-Media-Verbot unter 16 Jahren
 
Das britische Oberhaus hat sich mit deutlicher Mehrheit für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ausgesprochen. Die Abstimmung endete mit 261 zu 150 Stimmen zugunsten des Änderungsantrags zum „Children’s Wellbeing and Schools Bill“.
 
Der Antrag sieht vor, dass Social-Media-Anbieter innerhalb von zwölf Monaten nach Verabschiedung des Gesetzes hochwirksame Altersüberprüfungen durchführen müssen.
 
Der Änderungsantrag wurde vom konservativen Politiker John Nash eingebracht und erhielt Unterstützung von Abgeordneten der Labour-Partei und der Liberalen.
 
Nach der Abstimmung erklärte Nash, das Parlament habe „die Zukunft unserer Kinder an erste Stelle“ gesetzt und einen „Prozess begonnen, der den katastrophalen Schaden stoppen soll, den Onlinedienste einer ganzen Generation zufügen“.

 

Zum Verarschen gehören immer zwei: Einer der verarscht und einer der sich verarschen lässt.
 
„Kindeswohl“ geht diesen Narzissten doch gepflegt am Hintern vorbei.

 

Ein Muster für das geplante britische Verbot ist Australien, wo seit Dezember ein entsprechendes Gesetz gilt. Dort wurden bereits mehr als 4,7 Millionen Konten von Kindern und Jugendlichen deaktiviert, gelöscht oder eingeschränkt.

 

Ob die Zahl im obigen Artikel stimmt oder die untere weiß ich nicht. Allerdings gehe ich davon aus, dass es sich bei den 4,7 Millionen Konten nicht ausschließlich um die von Kindern und Jugendlichen handelt.

 
Quelle: apolut.net/britisches-oberhaus-votiert-fuer-social-media-verbot-unter-16-jahren
 

Über kurz oder lang wird das auch in der EU umgesetzt werden – dessen bin ich mir ziemlich sicher.
 
Ich habe keine „Social“-Media-Konten (mehr). Mein „Twitter“-Konto ist seit dem Jahr verwaist, in dem meine App nicht mehr funktionierte. Es geht aber auch gut ohne.
 
Bei mir gibt’s auch kein „WhatsApp“ o.ä. Falls mich jemand erreichen will, soll er anrufen oder mir eine SMS schicken. Diese Seite nimmt schon genug Zeit in Anspruch, da muss ich meine Nase nicht noch zusätzlich ständig über einem Smartphone schweben lassen.
 
Allerdings bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, wie viele sich darauf einlassen und damit den Anfang des gläsernen Bürgers einleiten. Weil „man“ ja nichts zu verbergen hat.
 
Nun ja …

 

Zu argumentieren, dass Sie keine Privatsphäre brauchen,
weil Sie nichts zu verbergen haben, ist so,
als würden Sie sagen, dass Sie keine Meinungsfreiheit brauchen,
weil Sie nichts zu sagen haben.
Quelle: Edward Snowden – US-amerikanischer Whistleblower – Beruhmte-Zitate.de

 

#JustMy2Cent

 

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