14.05.2026 Gleichheit führt immer zum Untergang: Die blutige Lektion aus Münster 1534
Im Jahr 1534 übernahmen fanatische Wiedertäufer die westfälische Stadt Münster.
Sie erklärten sie zum „Neuen Jerusalem“ und führten ein radikales linkes Experiment durch, die vollständige Abschaffung des Privateigentums zugunsten einer Gütergemeinschaft. Dazu noch die Einführung der Polygamie und, nachdem die Gleichheit nie so weit geht, auf Macht zu verzichten, die Errichtung einer theokratischen Diktatur.
Das Experiment überdauerte nur gut 16 Monate und endete in Hunger, Terror und Massensterben. Die eisernen Käfige mit den Leichen der Anführer hängen bis heute am Turm der Lambertikirche als Mahnung ans kollektivistische Experiment.
Die treibenden Kräfte waren der niederländische Bäcker Jan Matthys und vor allem der Schneider Jan Bockelson, besser bekannt als Jan van Leiden.
Unterstützt von lokalen Figuren wie dem Prediger Bernt Rothmann und dem Tuchhändler Bernt Knipperdolling vertrieben sie alle Andersdenkenden, plünderten die reichen Kirchen und Klöster und erklärten alle Güter zum Gemeineigentum. Wer Eigentum versteckte, riskierte die Todesstrafe.
Die Quellen berichten übereinstimmend von der raschen Einführung dieser „community of goods“, die jegliche individuelle Anreize zur Leistung zerstörte.
Der Schulmeister Hermann von Kerssenbrock, Chronist und Augenzeuge der Geschichte, beschreibt in seiner „Historia Anabaptistarum Monasteriensium“ detailliert das Chaos.
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