09.02.2026 Bericht: EU will wegen russischem Öl Häfen in Drittstaaten sanktionieren
Die EU plant offenbar, im Rahmen ihres 20. Sanktionspakets gegen Russland erstmals Strafmaßnahmen gegen Häfen in Drittstaaten zu verhängen.
Der georgische Hafen Kulevi und der indonesische Hafen Karimun, die Geschäfte mit russischem Öl abwickeln, sollen demnach auf die Sanktionsliste gesetzt werden, berichtete die Nachrichtenagentur „Reuters“ unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Dokument.
Erstmals will die EU laut Reuters auch ein Instrument gegen ein Drittland anwenden, dass die Umgehung von Beschränkungen verhindern soll:
So soll der Verkauf von Metallschneidemaschinen sowie Kommunikationsgeräten für Sprach-, Bild- und Datenübertragung wie Modems und Router nach Kirgisistan verboten werden.
Der Vorschlag sieht außerdem vor, zwei kirgisische Banken wegen der Bereitstellung von Krypto-Dienstleistungen für Russland auf die Sanktionsliste zu setzen.
Auch Banken in Laos und Tadschikistan sollen hinzugefügt werden, während zwei chinesische Kreditinstitute von der Liste gestrichen werden sollen.
Quelle: berliner-zeitung.de/news/wegen-russischem-oel-eu-will-offenbar-erstmals-haefen-in-drittstaaten-sanktionieren-li.10018186