21.02.2026 Deutscher Wasserstoffhochlauf gescheitert – Anwender fehlen und Projekte kippen
Auf der „E-world“ in Essen, Europas Leitmesse der Energie- und Wasserwirtschaft, zeigte sich im Februar ein ernüchterndes Bild: Der deutsche Wasserstoffhochlauf kommt praktisch nicht voran, weil es weder eine tragfähige Nachfrage noch ausreichend wirtschaftliche Erzeugung gibt.
Auslöser der Debatte war das Eingangsstatement von „Thyssengas“-CEO Stefanie Kesting, die den Hochlauf „wie eine heiße Kartoffel“ fallengelassen sieht, während zugleich die Hauptfolgen greifbar werden:
Investoren stoppen Vorhaben, Betreiber finden keine Abnehmer und der Staat diskutiert neue Stützmechanismen, obwohl die Kosten für Wasserstoff weiterhin hoch bleiben und die Industrie auf belastbare Lieferketten wartet.
Zentraler Risikofaktor bleibt das Henne-Ei-Problem, das sich verfestigt hat: Ohne Käufer keine Produktion, ohne Produktion kein Markt.
Wasserstoff ist zu teuer, es fehlen Abnehmer, und damit fehlen Produzenten. Dieses Henne-Ei-Problem ist nicht mehr Theorie, sondern Realität mit realen Projektabbrüchen.
„ArcelorMittal“ stieg Mitte letzten Jahres aus der wasserstoffbasierten Produktion in Deutschland aus und verzichtete auf 1,3 € staatliche Förderung.
Das Signal ist brutal: Selbst hochsubventionierte Industriepfade wirken nicht robust genug, um bei einem geplanten Wasserstoffhochlauf durchzuhalten.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/deutsche-wasserstoff-hochlauf-gescheitert-anwender-fehlen-und-projekte-kippen
Als ich den Artikel las, dachte ich ‚Was – zum Teufel – ist Wasserstoffhochlauf?‘.
Irgendwie konnte ich es mir denken, aber das reicht mir nicht. Ich will so was genau wissen. Also guugelte ich das mit diversen Schlagworten. Das Ergebnis: ernüchternd.
Anscheinend gehen alle Artikelschreiber davon aus, dass Otto Normalverbraucher und Lieschen Müller diesen Begriff kennen.
Die einzige Quelle war eine Seite der Bundesregierung, auf der es aber nur das übliche Propaganda-Blabla gab. Also konsultierte ich wieder mal die KI. Ergebnis:
Wasserstoffhochlauf (auch H₂-Hochlauf oder Wasserstoff-Markthochlauf genannt) ist ein zentraler Begriff in der deutschen Energiewende- und Klimapolitik.
Er beschreibt den schnellen und umfassenden Aufbau einer funktionierenden Wasserstoffwirtschaft – also den Übergang von der heutigen Nischensituation hin zu einem massentauglichen, wirtschaftlich tragfähigen Markt für (vor allem grünen) Wasserstoff.
Kurz gesagt bedeutet „Wasserstoffhochlauf“:
Der rasche Skalierungs- und Markthochlauf von grünem Wasserstoff und seinen Derivaten (Ammoniak, E-Fuels, Methanol etc.) in allen relevanten Bereichen:
ᐅ Produktion (vor allem Elektrolyse mit Ökostrom → 10 GW Elektrolyseleistung bis 2030 als Ziel)
ᐅ Import (weil Deutschland nie genug selbst produzieren kann)
ᐅ Infrastruktur (H₂-Kernnetz, Verteilnetze, Speicher, Häfen, Pipelines)
ᐅ Nachfrage (Industrie, Stahl, Chemie, Raffinerien, Schwerlast-LKW, Schifffahrt, Flugverkehr, saisonale Stromspeicherung, ggf. Heizung/Gaskraftwerke)
ᐅ Wertschöpfungskette insgesamt (von der Erzeugung bis zur Endanwendung)
Schnell und umfassend? In Deutschland? Ganz bestimmt!
Ein wichtiger Punkt dürfte auch „Import (weil Deutschland nie genug selbst produzieren kann)“ sein.
Da kann eine „hochsubventionierte“ Industrie noch so „robust“ sein (was schon ein Widerspruch in sich ist): Wo kaum etwas ist, kann man auch kaum etwas nutzen.
#JustMy2Cent