Wenn man Essen nicht mehr genießt, sondern konsumiert

19.01.2026 Fertiggerichte-Boom in Deutschland: Produktion steigt um 25 Prozent
 
Die Produktion von Fertiggerichten in Deutschland hat innerhalb von fünf Jahren um mehr als ein Viertel zugenommen. Wie das „Statistische Bundesamt“ anlässlich der „Internationalen Grünen Woche“ mitteilte, wurden im Jahr 2024 rund 1,7 Millionen Tonnen Fertiggerichte im Wert von 5,9 Mrd. € hierzulande hergestellt.
 
Im Vergleich zu 2019 entspricht das einem mengenmäßigen Anstieg von 25,6%. Der Produktionswert legte nominal sogar um 45,4% zu.
 
Besonders stark wuchs die Herstellung von Nudelgerichten: Mit 539.000 Tonnen wurden 2024 mehr als die Hälfte zusätzlich produziert als noch fünf Jahre zuvor (plus 56,4%).
 
Auch bei Fleischgerichten verzeichneten die Statistiker ein kräftiges Plus von 43,2% auf 316.000 Tonnen. Die Gemüse-Fertiggerichte legten mengenmäßig um 7,2% zu. Einzig bei Fischgerichten ging die produzierte Menge leicht zurück – von 24.000 Tonnen auf 22.000 Tonnen.
 
Der Trend setzte sich auch 2025 fort: In den ersten drei Quartalen wurden Fertiggerichte im Wert von 4,5 Mrd. € produziert, ein nominales Plus von 2,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
 
Trotz des wachsenden Angebots verbringen Menschen in Deutschland nicht weniger Zeit mit der Essenszubereitung. Laut Zeitverwendungserhebung 2022 wenden Personen ab zehn Jahren im Schnitt 41 Minuten täglich für Kochen, Backen und Küchenarbeit auf – nahezu identisch mit dem Wert von vor zehn Jahren.

 
Quelle: berliner-zeitung.de/news/fertiggerichte-produktion-in-deutschland-steigt-um-ein-viertel-doch-der-konsum-birgt-risiken-li.10014784
 

Das mit den Fertiggerichten habe ich noch nie verstanden. Zumal die imho eklig schmecken – ähnlich wie Fruchtjoghurt oder andere verkünstelte Produkte.
 
Meine „Fertigerichte“ sehen so aus: Wenn ich Zeit habe (meist an Wochenenden), koche ich vier bis sechs Portionen und friere die ein. Meist habe ich drei bis fünf verschiedene Gerichte im Gefrierschrank. Je nach dem, worauf ich Lust habe, hole ich das morgens raus, lasse es auftauen und wärme es abends auf.
 
Zur Essenzubereitung verwende ich zwar Konserven, aber das hält sich in Grenzen. Ein Beispiel ist Kokosmilch, die man hier nur unter größten Schwierigkeiten zubereiten könnte.
 
Zwischendurch gibt es auch mal Schnellgerichte wie Salat, Pellkartoffeln mit Quark oder Matjes (Fertiggericht), Nudeln mit Pesto, Gemüsepfanne, pikante Pfannkuchen etc.
 
Vom Aufwand her dürfte ich aber nicht über den o.g. 41 Minuten liegen.
 
Kann es sein, dass die meisten gar nicht mehr wissen, wie man Essen frisch zubereitet und das auch noch schnell? Vielleicht liegt es auch am Preis – keine Ahnung.
 
Auf jeden Fall bin ich froh, dass meine Mom mir noch beigebracht hat, wie man essenstechnisch den Haushalt am Besten schmeißt.
 
#JustMy2Cent

 

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