03.07.2026 Irland führt digitale ID-Wallet ein – EU-Zwang unter dem Deckmantel der Bequemlichkeit
Ab sofort können Bürger eine App-Version der Wallet herunterladen. Darin lassen sich digitale Versionen amtlicher Dokumente wie Führerschein, Geburtsurkunde oder die Europäische Krankenversicherungskarte speichern. Diese können dann bei Behörden oder Dienstleistern vorgezeigt und verifiziert werden.
Der Minister für öffentliche Ausgaben Jack Chambers preist die Wallet als Erleichterung: Sie soll die Identitätsprüfung vereinfachen, den Zugang zu Leistungen beschleunigen und den Bürgern die Kontrolle über ihre Daten lassen. Nur die jeweils benötigten Informationen sollen weitergegeben werden.
Hinter der irischen Initiative steht die EU-Verordnung eIDAS 2.
Alle Mitgliedstaaten müssen bis Ende 2026 eine EU-weite „Digital Identity Wallet anbieten. Öffentliche Stellen sind dann verpflichtet, sie anzunehmen.
Ab Ende 2027 sollen auch große private Plattformen die Wallet für Alters- und Identitätsprüfungen nutzen können – ein Schritt, der den Zugang zu sozialen Netzwerken und anderen Online-Diensten künftig an eine staatlich verifizierte digitale Identität koppeln könnte.
Irland nutzt dafür das bereits weit verbreitete „MyGovID“-System. Laut „Zentralem Statistischen Amt“ nutzen bereits etwa acht von zehn Iren digitale Identitätsdienste.
Die neue Wallet soll zudem die Umsetzung des irischen „Online Safety Code“ und der „Digital-Ireland-Strategy“ unterstützen, insbesondere bei der Altersverifikation.
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