03.08.2026 Der Anschlag auf den CSD und der Islam in Deutschland: Worte, die fehlen
Am Ahornsteig im Berliner Tiergarten, dort, wo am 25.07.2026 der 21-Jährige Abdul Ballout, deutscher Staatsbürger mit libaneischen Wurzeln, mit einem Fahrzeug in eine Menschenmenge fuhr, eine Frau tötet und Dutzende teils schwer verletzte, brannten am Abend des 02.08.2026 Kerzen.
Nach Polizeiangaben nahmen rund 650 Menschen teil, die Veranstalter sprachen von bis zu 4000. Unter den Anwesenden war auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner. Das Wort erhielten auf Wunsch der Veranstalter ausschließlich Menschen aus der queeren Community.
Islamverbände hatten den Anschlag unmittelbar nach der Tat verurteilt und zu Zusammenhalt aufgerufen.
Der Zentralrat der Muslime sprach von einem Angriff auf die Grundwerte des Zusammenlebens und bezeichnete die Tat als mutmaßlich islamistisch motiviert.
„DITIB“ verurteilte den Anschlag ebenso wie die „Islamische Gemeinschaft Milli Görüs“.
Und doch: Bei den Gedenkveranstaltungen waren Vertreter dieser großen Verbände öffentlich nicht wahrnehmbar.
Ein gemeinsames sichtbares Zeichen der Solidarität blieb aus. Aber gerade das wäre jetzt so dringend nötig gewesen.
Quelle: berliner-zeitung.de/article/der-anschlag-auf-den-csd-und-der-islam-in-deutschland-worte-die-fehlen-10256963
Muslim und schwul ist bei dem größten Teil der Muslime im Ausland nicht vereinbar. (Darauf, wie das in Deutschland gesehen wird, würde ich aber auch keine Wette abschließen.)
In der Türkei z.B. nehmen Repressalien gegen queere Menschen nicht ab, sondern zu. Und „DITIB“ wird immer noch zum Großteil von der Türkei finanziert.
Was also würde passieren, wenn sich Imame oder andere hochrangige Mitarbeiter auf einer CSD-Trauerfeier sehen lassen und damit dem ganzen Spektakel gegenüber Toleranz zeigen würden?
Die Antwort erübrigt sich – denke ich.
#JustMy2Cent