23.06.2026 Scharfe Kritik an Krebsvorsorge: „Sie ist aggressiv dreist, anmaßend und erdrückend“
Die Früherkennung von Krebs gehört zu den am stärksten beworbenen Maßnahmen der modernen Medizin. Regelmäßige Mammografien, Darmspiegelungen, PSA-Tests oder Lungenkrebs-Screenings sollen Tumore möglichst früh entdecken und dadurch Leben retten.
Doch genau diese Annahme wird von Wissenschaftlern immer stärker in Zweifel gezogen.
Jetzt hat der kanadische Arzneimittel- und Gesundheitspolitikforscher Alan Cassels in einem Beitrag für Brownstone.org dezidiert Kritik geübt. Titel: «The Trouble with Cancer Screening in Healthy Adults.»
Cassels stellt eine Frage, die für viele auf den ersten Blick nach wie vor irritierend wirken mag: Was passiert eigentlich, wenn man bei Menschen nach Krebs sucht, die keinerlei Beschwerden haben?
Seine Antwort lautet, dass die Vorteile vieler Screeningprogramme deutlich geringer ausfallen könnten als gemeinhin angenommen wird, während die Risiken häufig unterschätzt werden.
Der Autor stützt sich dabei auf eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien und Übersichtsarbeiten zu den wichtigsten Krebsfrüherkennungsprogrammen.
Seine zentrale Kritik richtet sich gegen die weit verbreitete Vorstellung, dass eine frühere Diagnose automatisch zu einer höheren Lebenserwartung führt.
Tatsächlich werde in der öffentlichen Kommunikation häufig die Zahl der durch Screening entdeckten Tumore hervorgehoben.
Entscheidend sei jedoch eine andere Frage: Leben Menschen durch die Untersuchungen tatsächlich länger?
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