„Entankerung der Inflationserwartungen“

01.06.2026 EZB kann Folgen des Iran-Kriegs laut Schnabel nicht länger bei Inflation ausblenden
 
„Wir können diesen Schock nicht länger ignorieren“, sagte EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel, die von Ökonomen als die falkenhafteste Vertreterin im EZB-Rat angesehen wird. „Das Risiko einer Entankerung der Inflationserwartungen steigt.“
 
Die Aussagen bekräftigen Schnabels Äußerungen aus der vergangenen Woche, wonach auf der EZB-Sitzung am 10.06. und 11.06.2026 eine Zinserhöhung erforderlich sei.
 
Der Preisdruck habe sich laut Schnabel über den Energiesektor hinaus ausgeweitet und das Risiko steigender Inflationserwartungen zugenommen. Die EZB kann die inflationären Folgen des Iran-Konflikts deshalb nicht länger ausblenden.
 
Die Märkte rechnen weitgehend mit einem solchen Schritt, da die Notenbanker die Gefahr abwägen müssen, dass höhere Energiekosten auf die allgemeine Inflation durchschlagen.
 
Zugleich vermeiden es die Währungshüter bislang, Signale über das Ausmaß weiterer Zinserhöhungen zu geben, da die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts unsicher bleiben.

 
Quelle: cash.ch/news/top-news/ezb-kann-folgen-des-iran-kriegs-laut-schnabel-nicht-langer-bei-inflation-ausblenden-941655
 

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