21.02.2022 Windpark Reinhardswald genehmigt
Die Energiegenossenschaft Reinhardswald [gegründet 2012] hat mit der Genehmigung für den Bau von 18 Windkraftanlagen im Reinhardswald einen wichtigen Meilenstein erreicht.
Allein das anspruchsvolle und komplexe Genehmigungsverfahren hat von der Antragseinreichung bis zur Genehmigung rund zweieinhalb Jahre gedauert.
Ende 2023 soll der Windpark in Betrieb gehen und rund 310.000 Megawattstunden grünen Strom pro Jahr erzeugen.
Quelle: energiezukunft.eu/buergerenergie/windpark-reinhardswald-genehmigt
20.10.2025 Windpark Reinhardswald wird sichtbar – Betreiber droht Strafe
18 Windräder sollen sich ab kommendem Jahr im Reinhardswald im Kreis Kassel drehen und Strom liefern. Direkt nach der Genehmigung des Projekts 2022 begann die Rodung der dafür beanspruchten Flächen.
Nun ragen die Pylone der Windräder erstmals über die Baumwipfel hinaus und sind damit auch aus großer Entfernung sichtbar.
Doch die Gemeinde Wesertal hat Klage eingereicht, über die der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel noch entscheiden muss. Trotzdem begann die Betreibergesellschaft Ende 2024 mit dem Bau der Windräder, indem sie Fundamente gießen ließ.
Für den verfrühten Baustart drohen dem Windpark-Unternehmer laut dem Regierungspräsidium Kassel allerdings bis zu 50.000 € Strafe.
Die Behörde hat nach eigenen Angaben ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.
Quelle: hessenschau.de/wirtschaft/streit-um-windraeder-im-reinhardswald-windpark-betreiber-droht-strafe-v1,windpark-reinhardswald-102.html
18.02.2026 Rückbau-Kosten für Windpark Reinhardswald könnten Wesertal zwei Millionen Euro kosten
Einstimmig haben die Fraktionen von FWG, SPD und CDU in der Gemeindevertretung von Wesertal einen Antrag der FWG verabschiedet, dass beim Landkreis Kassel ein Gutachten über die Angemessenheit der Rückbau-Sicherheitsleistungen für den Windpark Reinhardswald erstellt wird.
Anlass sind jüngste Debatten darüber, dass die Rücklagen für den späteren Rückbau der Windräder viel zu niedrig angesetzt wurden.
Der Fraktionsvorsitzende der FWG, Maik Lobitz, begründete den Antrag damit, dass nach fachlichen Einschätzungen davon ausgegangen wird, dass die vollständigen Rückbaukosten der 18 Windenergieanlagen des Windparks Reinhardswald einschließlich aller Nebenanlagen (wie bereits berichtet) im dreistelligen Millionenbereich liegen könnten.
Das wäre deutlich mehr als bislang veranschlagt und auch vom Bauherrn beim Landkreis Kassel zurückgelegt.
Für die Gemeinde Wesertal ergebe sich, so argumentierte Lobitz, ein potentielles finanzielles Risiko von über 2 Mio. €, da die Kommune, wie alle kreisangehörigen Gemeinden, anteilig für mögliche Defizite im Haushalt des Landkreises Kassel einstehen müsste.
„Keiner ist in der Lage, zu sagen, was der Rückbau tatsächlich kostet. Da wurden Fehler gemacht“, ergänzte Oliver Penner (FWG).
Quelle: hna.de/lokales/hofgeismar/reinhardswald-koennten-wesertal-zwei-millionen-euro-kosten-rueckbau-kosten-fuer-windpark-94167733.html
Nach jahrelanger Planung und Kämpfen wurde das Projekt 2022 genehmigt.
Dann hieß es vor nicht einmal einem halben Jahr „Stopp, stopp, stopp! Frühstart!“
Und jetzt, nach fast 13 Jahren Planung und nachdem schon mit dem Bau begonnen wurde, fordert die Gemeinde ein Gutachten zu den Rückbau-Sicherheitsleistungen.
Wir dürfen uns alle glücklich schätzen, dass unser Geld und unsere Zukunft in solch kompetenten Händen liegt.
#JustMy2Cent