Christlich? … Widerlich!

27.01.2026 Missbrauch: Hunderte Kinder bei Pfadfindern sexuell missbraucht. Täter waren oft Gruppenleiter
 
Der „Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder“ (VCP) hat ein massives Problem mit sexueller Gewalt.
 
Mindestens 344 Menschen sind seit 1973 im Verantwortungsbereich des Verbands Opfer sexualisierter Gewalt geworden. Die Hälfte der registrierten Taten wurde nach dem Jahr 2000 begangen.
 
Das geht aus einer Studie hervor, die das „Institut für Praxisforschung und Projektberatung München“ gemeinsam mit dem „Dissens-Institut für Bildung und Forschung“ am 27.01.2026 in Kassel vorstellte.
 
Laut Johanna Hess vom „Dissens-Institut“ waren 60% der Betroffenen weiblich, zwei Drittel zum Tatzeitpunkt zwischen 13 und 17 Jahre alt.
 
Rund die Hälfte der Übergriffe ereignete sich bei Fahrten oder in Zeltlagern. In mehr als einem Drittel der Fälle gehen die Forscher von Vergewaltigungen aus.
 
Täter waren überwiegend männlich. Unter den 161 Beschuldigten befinden sich lediglich drei Frauen. Etwa jeder zweite Täter war selbst erst zwischen 18 und 24 Jahren alt. Häufig handelte es sich um Gruppenleiter, die sich an ihren Schützlingen vergingen.
 
Die Forschungsinstitute hatten seit 2023 rund 1300 Seiten Akten gesichtet und 79 Interviews geführt. Peter Caspari vom „Münchner IPP“ sprach von einem erheblichen Ausmaß des Missbrauchs, das auch an den Strukturen liege: etwa einem idealisierten Gemeinschaftsgefühl, das es Tätern leicht gemacht habe.
 
Die Studie kommt zudem zu dem Schluss, dass der Verband Betroffene teils allein gelassen habe. Peter Keil vom VCP-Bundesvorstand erklärte: „Dieser Verantwortung stellen wir uns.“

 

Ist das nicht entzückend? Nur fatal, dass das den Betroffenen null hilft.

 

Die Studie stellt auch klare Forderungen an den Verband. Vor allem sollte eine Professionalisierung der Betreuung erfolgen. Das beinhaltet einerseits klare Standards für den Umgang mit Alkohol, privaten Treffen und Übernachtungen.
 
Andererseits fordern die Wissenschaftler, junge Betreuer nicht alleine auf Fahrten gehen zu lassen und bei ihnen besonders auf eine klare Trennung von Privatleben und Tätigkeit als Pfadfinder zu achten.

 

Das muss man sich mal vorstellen: A) gab es die Standards bisher wohl nicht und b) ließ man unreife „Betreuer“ allein mit den Kindern.

 

Vertrauenspersonen sollten hauptamtlich arbeiten und nicht mehr primär nur auf freiwilliger Basis.

 

Das ist m.E. nicht nötig, da auch „Hauptamtliche“ Missbrauch begehen können. Aber man sollte auf jeden Fall im Vorfeld die Qualifikationen prüfen.

 
Quelle: berliner-zeitung.de/news/missbrauch-hunderte-kinder-bei-pfadfindern-sexuell-missbraucht-taeter-waren-oft-gruppenleiter-li.10016181
 

Auszug aus der Startseite des „Verbands Christlicher Pfadfinder*innen“ (Gendern! So wichtig!)

 

Nächstenliebe, Achtsamkeit, verantwortungsvoller Umgang mit unseren Ressourcen, Gemeinschaftsgefühl und Respekt vor der Schöpfung sind keine leeren Floskeln. Pfadfinder*innen sind in der Natur unterwegs und erleben unmittelbar, wie wunderschön und wie schutzbedürftig unsere Erde ist.

 

Nun ja! Von schutzbedürftigen Kindern ist ja nicht die Rede.

 

Wanderungen, Zeltlager, Übernachtungen im Freien und Exkursionen bieten die Möglichkeit, sich als Teil dieser Welt zu begreifen und sich mit Fragen nach deren Ursprung und nach dem Sinn und der Wirksamkeit des eigenen Daseins auseinanderzusetzen. Das ist Pfadfinden.
Quelle: vcp.de

 

Die Fragen „nach dem Sinn und der Wirksamkeit des eigenen Daseins“ wurde einigen Kindern von diesen Pädophilen ja ausführlich beantwortet.
 
Die müssten bis ans Lebensende weggesperrt werden. Und der verantwortungslose Bundesvorstand gleich mit.
 
Und komm mir jetzt keiner mit „Die waren bestimmt selbst Opfer“. Es gibt genug Lebenshilfestellen – auch für Kinder -, denen man sich anvertrauen kann.
 
#JustMy2Cent

 

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung