Gebührenerhöhung für Waagen und Messgeräte

20.01.2026 Eichgebühren steigen 2026 deutlich
 
Wieder sorgt die Erhöhung der Eichgebühren für Ärger in Handwerksbetrieben. Schon 2019 und 2021 sind die Gebühren für das Eichen von Waagen und Messgeräten gestiegen. Die Eichämter argumentierten mit einer Inflationsanpassung, die nötig sei, um die eigenen Kosten zu decken.

 

Die offiziellen Inflationsraten lagen
 
2022 bei 6,9%
2023 bei 5,9%
2024 bei 2,2%
2025 bei 2,2 %

 

In den meisten Fällen kommen die Prüfer im Rahmen von Rundfahrten zu den Betrieben und eichen die Waagen vor Ort. Neben den eigentlichen Mess- und Eichgebühren fallen Personalkosten an. Diese schwanken je nach Aufwand und Fahrtzeiten.
 
Das Fleischerhandwerk ist von der Erhöhung der Eichgebühren besonders betroffen, da in dieser Branche pro Betrieb vergleichsweise viele Waagen im Einsatz sind und die Betriebe ohne diese Waagen nicht arbeiten dürfen. Zwischen drei bis sieben Waagen pro Betrieb müssen im Schnitt alle zwei Jahre geeicht werden.
 
Meistens sind es Handelswaagen in einem Gewichtsbereich von 5 kg bis 50Vkg. Gerade in diesem Bereich fällt die Erhöhung am deutlichsten aus. Im Einsatz sind aber auch Waagen von 50 kg bis 350 kg; vereinzelt auch noch größere.
 
Um die Mehrbelastung zu verdeutlichen, hat Thomas Trettwer, der Justiziar des „DFV“, ein Rechenbeispiel aufgestellt für eine fiktive Theke mit drei Waagen bis 50 kg:
 
2019: 3 x 66,30 € für die Eichung der Waage +
           3 x Zusatzgebühr Mehrbereichs- und Mehrteilungswaagen 5 kg – 50 kg = 231 €
2021: 3 x 97,30 € + 3 x 12,60 € = 329,70 €
2026: 3 x 153,10 (die Zusatzgebühr fällt weg) = 459,30 €

 

Um das mal an einem einfachen Beispiel zu verdeutlichen: Wenn man die obigen Inflationsraten auf 100 € umrechnet, ergibt das 118,24 . Ich bin ja kein Mathematik-Genie wie die Eichbeamteten, aber für mich sieht das nicht nach einer Verdoppelung aus.

 

Relevant werden die gestiegenen Gebühren auch bei Zahntechnikern, Gold- und Silberschmieden, die Präzisionswaagen nutzen, sowie im Kfz-Gewerbe.
 
In den Kfz-Werkstätten sind es insbesondere Reifendruckmessgeräte, Druckmanometer, Ölgebinde und auch Waagen, die regelmäßig geeicht werden müssen und für die nun höhere Gebühren anfallen.
 
Nach Angaben des „Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe“ (ZDK) ist die konkrete Höhe der Gebühren abhängig vom Gerätetyp und dem jeweiligen Prüfaufwand. Sie werde durch die Eichbehörden nach den neuen Sätzen erhoben, erklärt „ZDK“-Sprecher Andreas Cremer.

 
Quelle: deutsche-handwerks-zeitung.de/eichgebuehren-steigen-2026-deutlich-373788
 

Das Argument „Inflationsanpassung“ ist Bullshit. Bei den Behörden ist das Geld knapp.
 
Und jetzt dürfen wir alle mal raten, wer letzten Endes die Kosten trägt.
 
#JustMy2Cent

 

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