Kollateralschäden

09.01.2026 Berlin: Jetzt gibt es sogar eine Triage für kaputte Heizungen im Blackout-Gebiet
 
Für manche Bürger im Südwesten heißt es immer noch: Nerven bewahren und heißen Tee trinken. Sie sitzen noch immer in eiskalten Wohnungen und Häusern. Warten – diesmal auf den Installateur.
 
Heizungstechniker im Dauereinsatz: „Das Telefon klingelt bei uns ohne Unterlass“, sagt Diplom-Ingenieur Alexander Dobriloff, Chef der Firma „RO-DO Wärmedienst“, direkt im Epizentrum des Stromausfallgebietes, am S-Bahnhof Schlachtensee.
 
„Ganz akut sind eingefrorene Wärmepumpen“, so der Experte. „Die Sondersituation Kälte und kein Strom führte bei einigen Geräten zum Totalschaden. Leitungen sind geplatzt, Armaturen defekt. Die Anlagen sind nicht mehr zu retten.“ Kosten für eine neue Wärmepumpe: 10.000  € bis 15.000 €.
 
Spannungsspitzen im Netz bei Wiedereinschaltung des Stroms hätten zudem viele eingeschaltete Gas- und Ölheizungen außer Gefecht gesetzt. „Elektronik und Steuerung der Sicherheitseinrichtungen sind kaputt“, sagt Dobriloff.

 
Quelle: bz-berlin.de/berlin/nach-stromausfall-triage-bei-heizungen
– gefunden bei Blackput-News.de
 

Tja! Mit „Legen Sie Kerzen auf Vorrat“ oder „Achten Sie darauf, dass die Akkus an Ihren Laptops, Mobiltelefonen und Handy geladen sind“ oder „Prüfen Sie, ob bei Ihnen die Installation einer alternativen Heizquelle möglich ist“ oder „Kleinere Mahlzeiten können Sie auf einem Campingkocher zubereiten“ ist es nun mal nicht getan.
Quelle: bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Stromausfall/stromausfall_node.html
 
Lassen wir mal außen vor, dass Wasser und Hygiene wichtiger sind als aufgeladene Akkus. Geräte vom Netz zu nehmen, sollte auf der Prioritätenliste auch ganz oben stehen.
 
Auch geplatzte Wasserleitungen und Heizungsrohre können im Winter bei sehr niedrigen Temperaturen nach einem mehrtägigen Stromausfall oder Blackout ein komplettes Desaster nach sich ziehen.
 
Aber hey! Alles kein Problem! Laut Bundesnetzagentur „ist die Stromversorgungsqualität in Deutschland weiterhin sehr zuverlässig“.
 
Abgesehen von Anschlägen.
 
Dass das Krisenmanagement in diesem Land eine Vollkatstrophe ist, muss ich wohl hoffentlich nicht betonen. Wie sagt Stefan Spiegelsberger von „Outdoor Chiemgau“ immer so treffend:
 
„Wer es nicht schafft, sich vorzubereiten, muss sich darauf vorbereiten, es nicht zu schaffen.“
 
Und das hat nichts mit „Panikmache“ zu tun.
 
#JustMy2Cent

 

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