27.08.2025 Wirtschaftskrise: Von Gastronomie bis Bau: Kernbranchen stürzen in die Rezession
Der von der Bundesregierung angekündigte Aufschwung der deutschen Wirtschaft bleibt auch im Sommer Wunschdenken. Die im Juli erhobenen Daten im Rahmen der monatlich berechneten Mittelstandskonjunktur der Firma „Datev“ beschreiben die Lage in der Wirtschaft als äußerst fragil – ein Aufschwung ist nicht in Sicht.
Kleine und mittlere Unternehmen mussten demnach im Juli im Vergleich zum Vorjahr Umsatzeinbußen in Höhe von 1,7% hinnehmen. Der korrespondierende Konjunkturindex sank, saison- und kalenderbereinigt, auf 91,9 Punkte und pendelt damit tief im rezessiven Bereich.
Klassische mittelständisch geprägte Branchen wie die Gastronomie sind besonders von der Rezession betroffen. Hier ging es um 4% bergab, während das Bauhauptgewerbe erneut um 2% beim Umsatz schrumpfte.
„Mit der ausbleibenden Sommerbelebung verschärft sich die wirtschaftliche Lage in der Gastronomie weiter”, sagt Robert Mayr, CEO der „Datev“. „Die Hoffnungen liegen jetzt auf einer positiveren Entwicklung im August.“
Es regiert das Prinzip Hoffnung – kein guter Ratgeber angesichts der problematischen Lage im Mittelstand.
Deutschland ist unterinvestiert, verliert Direktinvestitionen ans Ausland, verzeichnet dabei aber steigende Lohnkosten. Die Folge ist Beschäftigungsabbau.
Der „Datev“-Index bestätigt dies vor allem für die Personalpolitik der kleinen Betriebe. Sie reduzierten im Vorjahresvergleich ihre Belegschaften um 3,4%. Der Gesamtindex zeigt einen Beschäftigungsabbau von 0,3% und bestätigt damit den allgemeinen Trend am Arbeitsmarkt.
Insgesamt gingen in den letzten zwölf Monaten rund 125.000 Stellen verloren – davon allein 70.000 in der Industrie, jener Schlüsselbranche, in der die Lebensadern der deutschen Wirtschaft zusammenlaufen.
Quelle: apollo-news.net/von-gastronomie-bis-bau-kernbranchen-strzen-in-die-rezession