12.06.2026 Risiken durch künstliche Intelligenz und Drittanbieter: 76 Prozent der Fast-Food-Ketten von Datenlecks betroffen
Der von dem Unternehmen „VikingCloud“ veröffentlichte Bericht mit dem Titel „Cyber Risk, Supersized: The 2026 QSR & Fast Casual Restaurant Report“ legt offen, dass 76% der Schnellrestaurant-Ketten im vergangenen Jahr von Datenlecks betroffen waren. Bei 40% dieser Vorfälle wurden Kreditkartendaten von Kunden kompromittiert.
Neben Zahlungskarten (40%) betrafen die offengelegten Daten persönliche Kundeninformationen (32%), interne System-Anmeldedaten (30%) und Gehaltsabrechnungen von Mitarbeitern (30%).
Die zunehmende Nutzung von Werkzeugen der künstlichen Intelligenz verschärft die Bedrohungslage. Cyberkriminelle nutzen KI für präzisere Social-Engineering-Angriffe, wie gefälschte Rückerstattungsanforderungen oder Täuschungen beim IT-Support.
„Eine Kette mit 500 Standorten könnte Hunderte von verschiedenen digitalen Umgebungen haben, die durch gemeinsame Anbieter, Systeme und Anmeldedaten miteinander verbunden sind. Ein einziger schwacher Standort genügt, um eine Tür in das gesamte Unternehmen zu öffnen.“
Kevin Pierce, Präsident von „VikingCloud“
Quelle: it-daily.net/it-sicherheit/cybercrime/fast-food-ketten-datenlecks
Früher hatte ich auch alle paar Monate mal meinen Junkfood-Janker bei McDoof & Co. befriedigt. Seit der Ablauf auf Bestellung per Automat und Bezahlung per Karte umgestellt wurde, gibt’s das nur noch hausgemacht. Ist zudem auch noch ein bisschen gesünder.
Supermärkte sind auch Einfallstore.
13.06.2026 Datenleck bei Lidl: Die Datensammelwut der Konzerne ist ein Risiko
Der Discounter musste den Kunden in diesen Tagen per E-Mail mitteilen, dass Unbefugte eine Datei mit sensiblen Informationen kopiert und abgezogen haben.
Neben der Anrede, dem Vor- und Nachnamen fielen den Angreifern auch das Geburtsdatum, die Telefonnummer, die E-Mail-Adresse sowie die Kundennummer der Betroffenen in die Hände.
Zwar beeilt sich die Pressestelle zu versichern, dass Passwörter und Bankdaten sicher seien und man die zuständigen Behörden informiert habe, doch für die Kunden ist das ein schwacher Trost.
Mit diesen gestohlenen Basisinformationen lassen sich nämlich bereits Phishing-Angriffe und Identitätsdiebstähle begehen.
Wenn die Bankdaten nicht abgegriffen wurden, wieso liegen die anderen Daten dann nicht auch in diesem abgesicherten Bereich?
Für ein paar Cent Rabatt auf den Joghurt liefert der Bürger seinen Namen, den Wohnort, das Geburtsdatum und im schlimmsten Fall seine komplette Einkaufshistorie ab. Bezahlt man dann auch noch mit Karte, gibt es einen weiteren entsprechenden Datenpunkt im System.
Daten sind das neue Gold der Konzerne. Es geht längst nicht mehr nur um den Verkauf von Lebensmitteln und Konsumgütern, sondern um Verhaltensanalyse, die Erstellung von Persönlichkeitsprofilen und die totale Berechenbarkeit des Konsumenten.
Das Ergebnis dieser Gier nach Daten ist die Entstehung gigantischer Honigtöpfe, die für Cyberkriminelle einfach unwiderstehlich sind.
Wo Millionen von Datensätzen zentral gespeichert und teilweise auch noch unverschlüsselt an externe Dienstleister ausgelagert werden, ist der nächste Hack immer nur eine Frage der Zeit.
Quelle: report24.news/datenleck-bei-lidl-die-datensammelwut-der-konzerne-ist-ein-risiko