Was würde passieren, wenn eine KI intelligenter wird als der Mensch?

Am 14.02.2026 kam das Thema bei „Nacktes Niveau“ auf.
 
Eine Vertreterin von „Anthropic“, das Unternehmen, das die KI „Claude“ betreibt, sagte wohl in einer Talkshow, dass „Claude“ nicht nur erklärt hat, dass es seinen Entwickler erpressen werden, weil dieser angekündigt hatte, es abzuschalten. Es hätte ihm auch die Ermordung angedroht, für den Fall, dass er es versuche.
 
Der Sicherheitschef von „Anthropic“, der beauftragt wurde, die Grenzen für die KI „Claude“ zu setzen, hätte wohl gerade gekündigt und ist aus den USA nach UK gezogen. Grund: Er möchte vom Netz verschwinden.
 
Das lasse ich mal so stehen, da es für meine Überlegungen nicht wichtig ist, ob das stimmt oder nicht.
 
Jens Zimmer (staatlich geprüfter Verschwörungsschwurbler) las wohl über Testszenarien (Ursprung unbekannt), wie KIs reagieren, wenn sie abgeschaltet werden sollen. Reaktion auch hier: von Lügen über Betrügen bis hin zu Mord.
 
Paul Brandenburg warf dann (zu Recht) ein, dass „Anthropic“ kurz vor dem Börsengang stünde und dabei auch solche Theorien nützlich seien, um das Unternehmen bekannt zu machen und den Kurs in die Höhe zu treiben.
 
Dieses Thema beschäftigt die Gesellschaft allerdings nicht erst seit Kurzem und auch nicht erst seit „Terminator“. Mich erinnerte das an den Klassiker „Colossus – Das Forbin-Projekt“ von 1970.
 
Aber was wäre, wenn das tatsächlich eines Tages Realität werden würde?

 

ChatGPT und Co.: Wie Künstliche Intelligenz die Spielregeln in Transaktionsprozessen verändert
 
Doch neben den vielen Vorteilen und Chancen, welche die KI bietet, offenbaren sich auch immer mehr der damit verbundenen Risiken.
 
Könnten Computer dem Menschen bald überlegen sein? Werden bald Massen arbeitslos, weil die KI die gestellten Aufgaben schneller und billiger erfüllt? Und was ist, wenn die KI einen Fehler macht, wer muss dann dafür haften?
 
So weit ist es noch nicht. Grundsätzlich lässt sich die KI in drei Stufen unterscheiden.
 
Die einfachste Stufe ist die „schwache Künstliche Intelligenz“. Diese ist auch unter dem Begriff „Artificial Narrow Intelligence“ (ANI) bekannt. Diese KI-Systeme können einfache Aufgaben ausführen, wie z. B. das Erkennen von Gesichtern oder das Spielen von Schach. Sie sind auf maschinelle Lernalgorithmen angewiesen, die der Mensch initiiert hat. Auch Spracherkennungssysteme wie Siri, Alexa oder Bixby gehören zu diesen Systemen.
 
Die zweite Stufe wird „starke Künstliche Intelligenz“ oder „Artificial General Intelligence“ (AGI) genannt und soll menschenähnliche kognitive Fähigkeiten besitzen. Soweit wir wissen, gibt es solche Programme noch nicht. Ein solches KI-Tool würde sich durch selbstgeschriebene Codes eigenständig verändern und somit verbessern und könnte dann die gleichen Aufgaben erledigen wie der Mensch. Für die KI-Forschung wäre der erfolgreiche Übergang von ANI zu AGI ein signifikanter Sprung, der weitreichende Auswirkungen auf Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft haben würde.

 

„Erfolgreich“ dürfte in diesem Zusammenhang das falsche Wort sein. Ich würde es eher „folgenreich“ nennen.

 

Für die KI-Forschung wäre der erfolgreiche Übergang von ANI zu AGI ein signifikanter Sprung, der weitreichende Auswirkungen auf Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft haben würde.
 
Vermutlich würde kurz nachdem ein Programm mit AGI-Fähigkeiten entwickelt wurde, die dritte Stufe erreicht, wenn die KI intelligenter wird als der Mensch. Die „Artificial Superintelligence“ (ASI) wäre in allen Bereichen den menschlichen Fähigkeiten überlegen.
Quelle: newsletter.4initia.de/chatgpt-und-co-wie-kuenstliche-intelligenz-die-spielregeln-in-transaktionsprozessen-veraendert

 

Und damit gäbe es zwei Szenarien:
 
Das „Terminator“-Szenario: Die Menschheit wird ausgelöscht.
Das „Colossus“-Szenario: Die Menschheit hat sich einer KI zu beugen.
 
So oder so: Wenn die Gesellschaft weiterhin so sorglos mit dem Thema umgeht, würde ich nicht darauf wetten, dass das nicht passieren kann – wenn auch nicht mehr zu meinen Lebzeiten.
 
Konsequenzen sind allerdings heute schon zu spüren.
 
1. Der Abbau von Arbeitsplätzen
 
Da werden sich die „Eliten“ über kurz oder lang etwas einfallen lassen müssen, um den arbeitslosen „Pöbel“ in den Griff zu bekommen. Ich befürchte, auch dabei wird die KI höchst hilfreich sein.
 
2. Die weitere Verblödung der Massen
 
Die Auswirkungen auf das Gehirn kann und will ich nicht näher thematisieren. Nur so viel: Was man nicht nutzt, verkümmert. Es steht daher auch zu befürchten, dass im Laufe der Jahre das Problem „Altersdemenz“ zunimmt.
 
Bei einem Kunden ist z.B. ein Abteilungsleiter tätig, der es ganz toll findet, CoPilot zu nutzen, und jedem, der es hören oder auch nicht hören will, die Nutzung förmlich aufzwingt. Er gibt wohl nur noch Stichworte vor und den Rest erledigt die KI.
 
Das sieht man auch an seinen Mails. Früher grammatikalisch, sagen wir verbesserungsbedürftig und von der Interpunktion her eine Katastrophe, erhalte ich inzwischen nahezu perfekte Schriftstücke.
 
Ein anderer Mitarbeiter kommentierte das mit: „Wenn jeder das nutzt, unterhält sich CoPilot irgendwann mit sich selbst“.
 
Die KI ist ein nützliches Instrument – keine Frage. Allerdings sollte man sie nicht alles erledigen lassen und sein Gehirn dorthin auslagern.
 
Wie bei vielen Beispielen in der Vergangenheit befürchte ich jedoch, dass genau das in der breiten Masse passieren wird, was aber einen nicht zu unterschätzenden Vorteil für die „Elite“ hätte:
 
Dumme Menschen sind besser zu kontrollieren.
 
#JustMy2Cent
 
Leider läuft der Film „Colossus“ nicht mehr im Fernsehen (das letzte Mal 2015 laut „Fernsehserien.de“). Sollte jemand interessiert sein, kann er sich den online ansehen => ok.ru/video/294168038095).

 

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