28.03.2026 Ingolstadt schließt sein Theater – Automobilkrise reißt Loch in die Stadtkasse
In Ingolstadt schließt am 31.05.2026 das Theater, weil der Einbruch der Gewerbesteuer im Zuge der Automobilkrise die Finanzlage der Stadt massiv verschärft hat. Die Stadt stoppte bereits im Dezember 2025 die auf rund 240 Mio. € geschätzte Sanierung des Theatergebäudes. Ende 2025 fehlten im Haushalt rund 88 Mio. €. Für 2026 rechnet die Stadt mit weiteren 66 Mio. € Defizit.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/ingolstadt-schliesst-sein-theater-automobilkrise-reisst-loch-in-die-stadtkasse
26.03.2026 Erster Spielplatz gesperrt: Bezirk fehlen Millionen für Sanierungen
Die Instandhaltung der Spielplätze in Lichtenberg rückt nach der Sperrung der Anlage am Freiaplatz Mitte März weiter in den Fokus der Bezirkspolitik. Aus einer Antwort des Bezirksamts auf eine aktuelle schriftliche Anfrage geht hervor, dass sich aus durchschnittlichen Sanierungskosten von 400.000 €bis 600.000 € pro Anlage und einem rechnerischen Bedarf von etwa neun Sanierungen im Jahr ein theoretischer Mittelbedarf von 4,5 Mio. € jährlich ableiten ließe. Das Bezirksamt räumte jedoch ein, dass eine solche Summe weder haushälterisch noch personell umsetzbar sei.
Quelle: berliner-zeitung.de/mensch-metropole/erster-spielplatz-gesperrt-bezirk-fehlen-millionen-fuer-sanierungen-li.10026728 (Abo)
20.03.2026 Wegen massivem Haushaltsdefizit: Patienten müssen für Noteinsätze selbst zahlen
In der seit über einem Jahr andauernden Auseinandersetzung um die Finanzierung des Rettungsdienstes in Cottbus hat sich der Streit weiter zugespitzt. Die Stadt kündigte an, künftig den Patienten Rechnungen für die Einsätze zuzustellen. Nach Angaben der Verwaltung sollen die ersten Gebührenbescheide am 30.03.2026 verschickt werden. Betroffen sind sowohl Krankentransporte als auch Notarzteinsätze.
Quelle: apollo-news.net/wegen-massivem-haushaltsdefizit-patienten-muessen-fuer-noteinsaetze-selbst-zahlen
16.03.2026 Existenzängste in Titz: „Das, was geplant ist, ist für die Bürger nicht stemmbar“
Für sein Einfamilienhaus auf 720 Quadratmetern zahlt Michael Pley bisher 653,42 € im Jahr – schon das ist durchaus keine niedrige Summe. Kommt es so, dass der Hebesatz im Haushalt für das Jahr 2026 auf bis zu 3500 Prozentpunkte ansteigen sollte, müsste Pley 2862,30 € ins Rathaus überweisen. Nicht akzeptabel, wie er findet. Die Kommune Titz hat in den vergangenen Jahren bereits Defizite erwirtschaftet, 2025 waren es fast 5 Mio. €, im Jahr 2026 werden es wohl – so sieht es der Entwurf vor – 6,2 Mio. € sein.
Quelle: aachener-zeitung.de/lokales/region-dueren/titz/existenzaengste-in-titz-das-was-geplant-ist-ist-fuer-die-buerger-nicht-stemmbar/141713126.html (Paywall)
13.02.2026 Sofortiger Einstellungsstopp – Stadt Karlsruhe reagiert auf Millionenforderung der EnBW
Die Stadt Karlsruhe zieht die finanzielle Notbremse. Mit sofortiger Wirkung gelte ein Einstellungsstopp in der Verwaltung. Das teilte die Stadt am 13.02.2026 mit. Damit reagiert Karlsruhe auf eine massive Steuerrückforderung. Auch andere Gemeinden in Baden-Württemberg sind betroffen. Die Fraktionen des Karlsruher Gemeinderats wurden über die anstehende Rückzahlung an die „EnBW“ in dieser Woche informiert. Insider nannten gegenüber dem SWR eine Rückforderung der EnBW in Höhe von 51 Mio. € für zwei Jahre.
Quelle: swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/enbw-fordert-millionen-euro-gewerbesteuer-rueckzahlung-von-stadt-karlsruhe-100.html
05.02.2026 Haushalt 2026 in Korschenbroich: IHK schlägt Alarm wegen geplanter Steuererhöhungen
Etwa 12,5 Mio. € fehlen im Haushaltsentwurf 2026. Ab 2027 sollten die Gewerbesteuer sowie die Grundsteuer A und angehoben werden, so der Vorschlag von Bürgermeister und Stadtkämmerer. Das würde den Standort schwächen, lautet nun die Kritik der „IHK“.
Quelle: rp-online.de/nrw/staedte/korschenbroich/korschenbroich-ihk-schlaegt-alarm-wegen-geplanter-steuererhoehungen_aid-143298867 (Paywall)
03.02.2026 Neue Hiobsbotschaft für den Aachener Haushalt
Die Stadt muss mit weniger Gewerbesteuererträgen planen als noch im Dezember im Haushaltsplanentwurf vorgesehen. Damit wird die Luft für den Haushalt 2026 noch dünner als ohnehin schon – und der Druck für den Haushalt 2027 immens.
Quelle: aachener-zeitung.de/lokales/region-aachen/aachen/neue-hiobsbotschaft-fuer-den-aachener-haushalt/127657201.html (Paywall)
29.01.2026 So reagiert Esslingen auf die aktuelle Finanzlage
Am 15.12.2025 hat der Gemeinderat den Doppelhaushalt für die Jahre 2026 und 2027 verabschiedet. Dieser wird zwar voraussichtlich vom Regierungspräsidium Stuttgart genehmigt, doch bereits jetzt zeichnet sich ab, dass nachgearbeitet werden muss. Denn seit Anfang Januar steht fest, dass die Stadt wesentlich weniger Gewerbesteuer einnimmt, als gedacht. Derzeit geht die Kämmerei von einem Rückgang um rund 24,4 Mio. € aus, „und wir haben Signale bekommen, dass es nochmals deutlich nach unten geht“, berichtete Matthias Klopfer in der Gemeinderatssitzung. Gleichzeitig hänge die Sanierung beziehungsweise der Neubau der Adenauerbrücke wie ein Damoklesschwert über Esslingen. „Zur Erinnerung: Wir reden hier über rund 150 Mio. “, betonte Klopfer.
Quelle: esslingen.de/finanzlage
23.12.2025 Finanzielle Zeitenwende im Landkreis Starnberg – eine Millionärsregion rutscht in die Schulden
Der Landkreis Starnberg gilt als Inbegriff von Wohlstand, doch die Finanzlage erzählt eine andere Geschichte. Steigende Schulden, wachsende Ausgaben und begrenzte Einnahmen bringen den Kreis zunehmend in Bedrängnis. Der Schuldenstand nähert sich der Marke von 100 Millionen Euro, könnte sich kurzfristig verdoppeln und langfristig sogar auf bis zu 280 Millionen Euro anwachsen. Trotz hoher Kaufkraft, vieler Spitzenverdiener und einer starken Lebensqualität fehlt es dem Landkreis Starnberg an finanziellen Spielräumen, weil strukturelle Probleme im kommunalen Finanzierungssystem immer deutlicher werden.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/finanzielle-zeitenwende-im-landkreis-starnberg-eine-millionaersregion-rutscht-in-die-schulden
13.11.2025 80 Prozent weniger Steuern: Industriekrise lässt jetzt deutsche Kleinstadt verarmen
In Ditzingen bei Stuttgart wankt das Rückgrat der deutschen Industrie. Die Stadt mit 25.000 Einwohnern, Heimat des Werkzeugmaschinenherstellers „Trumpf“, verliert innerhalb eines Jahres rund 80% ihrer Gewerbesteuereinnahmen. Das bestätigte Stadtkämmerer Patrick Maier in der „Financial Times“. Der Einbruch reißt ein riesiges Loch in den Haushalt – ein Nothaushalt droht.
Quelle: berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/80-prozent-weniger-steuern-industriekrise-reisst-jetzt-selbst-reiche-staedte-in-den-abgrund-li.10005249 (Abo)