14 Apr 2017
 

La|kai 〈m.; –en, –en〉
1. fürstl. od. herrschaftl. Diener
2. 〈fig.〉 unterwürfiger, kriecher. Mensch

Imad Karim war mir jahrelang kein Begriff. Das erste Mal sah ich ihn 2016 im Fernsehen – in einem Gespräch mit Hamed Abdel-Samad. Imad Karim ist ein libanesisch-deutscher Regisseur, Drehbuchautor und Fernsehjournalist, der wegen seiner Islamkritik und Nähe zur AfD gefürchtet, bejubelt und gehasst wird. Er macht aus seinem Herzen keine Mördergrube, achtet aber trotz allem Engagements die Prinzipien unseres Rechtsstaats. Trotzdem wurde sein Facebook-Konto in der Vergangenheit mehrmals gesperrt. Um Euch einen kurzen Einblick über seine Schreibweise zu verschaffen, poste ich nachfolgend einen seiner letzten Einträge.

 

Kurz darauf wurde sein Facebook-Konto endgültig gesperrt.

 

(Was ich von dieser Form der Zensur halte, hatte ich bereits in dem Artikel „Die Furcht der Politiker“ geschrieben.)

Tief (sogar sehr tief) blicken lässt, dass sich die Antifa fast zeitgleich munter und fröhlich auf ihrem Facebook-Konto mit einer Straftat brüstet (Eintrag vom 13.04.2017):

(Beitrag der Hessenschau: Scheiben eingeworfen – Randale vor Maritim Hotel)

Nun ja! Möglicherweise handelt es sich aus Sicht von Facebook nicht um „Unterstützung gewaltbereiter Organisationen“, wenn gewaltbereite Organisationen höchstselbst ihren Hass und geistigen Dünnpfiff auf deren Plattform verbreiten.

Aber davon einmal abgesehen: Die linksradikale Szene ist ja auch gar nicht das Ziel der um unsere geistige Sicherheit ach so besorgten (SPD-)Politiker. Nicht nur unser (Selbst)Justizminister Heiko Maas ist auf dem linken Auge komplett blind. Auch Familienministerin Manuela Schwesig stellte 2015 eindeutig klar, wie sie zu linker Gewalt steht.

Tatsächlich hat Schwesig nach ihrer Amtsübernahme ein Programm gegen linken Extremismus gestrichen. Es sei „überflüssig“ und „wirkungslos“ gewesen, wurde sie bei der Vorstellung ihrer Reform zitiert, habe sogar „Gräben vertieft“. Überhaupt sei das Problem Linksextremismus „aufgebauscht“.

 

Da kam dann letztendlich zusammen, was zusammen kommen musste:

Heuchlerische Moralapostel und heuchlerische Social-Media-Lakaien.

JustMy2Cent

Update 16.04.2017: Facebook hat ohne weitere Angaben Imad Karums Account wieder freigeschaltet. Trotzdem hat Imad Karim angedroht, die Sache nicht auf sich beruhen zu lassen.

 

Quellen:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article140716662/Ist-Schwesig-auf-dem-linken-Auge-blind.html

30 Nov 2016
 

Wohl auch deshalb blüht die CDU-Chefin in Neumünster bei der Frage eines Lehrers auf, wie man Kindern erklären könne, wie im „postfaktischen“ Zeitalter die Polarisierung etwa durch Facebook-Algorithmen funktioniere. „Die Schüler müssen wissen, dass was ihnen angezeigt wird, nicht neutral ist“, ereifert sich Merkel. Algorithmen sorgten dafür, dass man bei Internetsuchen vor allem Ergebnisse der eigenen Meinung angezeigt bekomme – und diese dadurch verstärkt werde. Und sie erklärt dem verblüfften Lehrer und den Delegierten, dass er den Unterschied zwischen Fakten und Überzeugungen den Schülern an Blumen erklären könne. Blumen seien Blumen, aber es gebe einige Menschen, die Margeriten lieber als Rosen hätten. Ein Problem gebe es aber erst dann, wenn eine Gruppe anfange, die andere abzulehnen – nur weil sie Margeriten schöner finde – und in dieser Einschätzung immer mehr bestärkt werde.

Quelle:
http://de.reuters.com/article/deutschland-union-merkel-idDEKBN13M0CV